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Der Hohlsaum mit Briefecke

Der Hohlsaum ist eine Sticktechnik, die sehr gerne und mit langer Tradition zur Einfassung von Decken verwendet wird. Man kann ihn von Hand nähen oder auch mit einer Stickmaschine machen. Hier in dieser Anleitung geht es natürlich um den handgenähten Hohlsaum und besonders auch um die Eckbildung.


Der Deckenstoff sollte für den handgenähten Hohlsaum zählbar sein, da einzelne Fäden heraus gezogen werden.

Man kann so einen Hohlsaum mit teilbarem Sticktwist machen oder auch mit Vierfachgarn, das es in verschiedenen Stärken gibt, aber es geht auch mit Nähgarn. Je nachdem ob der Stickstich dekorativ sichtbar sein soll oder möglichst unsichtbar, nimmt man dickeres oder dünneres Garn.

Man kann einen schmalen Hohlsaum machen oder einen breiten sehr dekorativen - je nach Geschmack und Können.


So geht der Holsaum mitsamt Ecke nun konkret:

Zuerst den Stoff für die Decke fadengerade zuschneiden und die Breite des fertigen Saumes festlegen.

Hier rechts im Bild die Auteilung der einzelnen Bereiche für den Saum.


Der Saum besteht nun aus vier Teilen:

-       die Reihe der gezogenen Fäden - das kann eine oder auch mehrere Reihen im Gewebe sein,

-       Die sichtbare Saumbreite . Der Streifen Stoff zwischen den gezogenen Fäden und der späteren Außenkante, das ist der zum Schluss von vorn sichtbare Saum. Im Bild ist das der Streifen Stoff der nach der Lochreihe nach außen bis zum Rand zu sehen ist.

-       Der Umschlag vom Saum. Das ist der Streifen Stoff hinter dem hier sichtbaren Saumstreifen.

-       Und der Einschlag vom Saum. Das ist quasi die Nahtzugabe des Saumes. Der Streifen Stoff der nicht mehr sichtbar im Saum verschwindet.

Die sichtbare Saumbreite wird wie schon gesagt zuerst festgelegt. Häufig sind das 3 cm bis 4 cm, man kann es auch in Anzahl von Gewebefäden angeben, sprich ein Saum von zum Beispiel 25 Fäden Breite. Eine größere Decke kann auch einen Saum von 5 cm bekommen.

Der Umschlag ist dann genauso breit wie die sichtbare Saumbreite.

Der Einschlag kann nur 1 oder 2 cm breit sein, der Einschlag kann auch nur wenig schmaler sein als die fertige Saumbreite. Wenn das Gewebe durchscheinend ist, sieht man, wenn der Einschlag deutlich schmaler ist als der gesamte Saum. Das ist nicht ideal. Bei einem dichten Gewebe ist es ok. Hat man genug Deckenstoff zur Verfügung macht man den Einschlag lieber fast so breit wie die gesamte Saumbreite. Etwas schmaler muss es sein, sonst wird der Einschlag etwas unschön im Saum gestaucht.

Man kann sich die verschiedenen Saumlinien mit Stecknadeln markieren oder auch mit feiner Schneiderkreide oder sich sogar Hilfsfäden einziehen, wie hier im Bild .

 

Nun wird die Lochreihe vorbereitet.

Als erstes werden der Faden oder die Fäden für den Hohlsaum gezogen.

Tipp: Dabei ist es wichtig, dass man die entsprechenden Fäden nicht einfach ganz heraus ziehen darf. Sonst hat man hinterher an den Ecken im Saumbereich eine Lochreihe, wo man keine haben will.

Der richtige Faden zum Ziehen ist der Faden, der vom Rand her nach dem Einschlag + Umschlag + fertige Saumbreite kommt. Am Beispiel: Der Saum soll 3 cm breit werden, der Einschlag 2,5 cm. Nun wird der Faden nach 8,5 cm (3 + 3 + 2,5) vom Außenrand des Stoffes her gemessen gezogen. Sollen zum Beispiel nicht nur 1 Faden gezogen werden, sondern 6 Fäden für einen breiten Hohlsaum, ist der eben genannte Faden der erste der gezogen wird. Die anderen 5 Fäden sind dann die nächsten Richtung Deckenmitte hin. Für den Saum braucht man ja besagte 8,5 cm, das soll nicht schmaler werden durch einen breiten Hohlsaum.

Ich lege nun fest, welcher Faden gezogen werden soll und schneide ihn in der Mitte der Decke durch, dass ich ihn nach rechts und nach links raus ziehen kann. Er wird nun bis auf ca 15 bis 20 cm vor der Stoffkante heraus gezogen. 15 bis 20 cm vor der Außenkante wird es abgeschnitten.

Nun gibt es ja den Punkt wo der Hohlsaum um die Ecke geht, das ist die Stelle wo sich das Eckloch der rausgezogenen Fäden von zwei Richtungen befindet. Dieses Eckloch oder Winkelloch ist umso größer, je mehr Fäden gezogen werden. Diese Stelle wo sich später das Eckloch befindet sollte man exakt finden und sich gut markieren.

Denn nun nimmt man eine Sticknadel und zieht den Restfaden des im großen und ganzen bereits gezogenen Fadens bis zum zukünftigen Eckloch heraus. Und das rechtwinklig in die eine und andere Richtung. Da wo der Saum endet, hängen nun kleine etwa 5 cm lange Fäden aus dem Stoff heraus und man sieht die gezogene Fadenlinie von Winkelloch zu Winkelloch vor sich.

 

Diese Fadenenden kann man nun auf 2 Arten versäubern

.


1. Art: Sie werden nun vorsichtig auf und ab in den Saumbereich hinein gewebt und damit versäubert.

2. Art: Alternativ kann man sie auch abschneiden und dann die Kante des Winkelloches mit kleinen Schlingstichen umstechen und so versäubern.

Anmerkung: Es gibt 2 Arten, wann man die Hohlsaumstiche stickt.. Man kann die Hohlsaumstiche sticken solange der Saum noch gar nicht gelegt ist, noch am flachen Tuch und dann später den Saum mit kleinen möglichst unsichtbaren Sticken extra annähen. Oder man kann nun den Saum weiter vorbereiten und zum Schluss mit dem gestickten Hohlsaum den Saum selbst annähen. Das ist allerdings schwieriger, aber perfekter.

Wenn man den Hohlsaum jetzt schon stickt, muss man entscheiden, ob man nun eine Hohlsaumreihe zum Mittelfeld der Decke hin machen will oder eine zum Saum hin oder sogar 2, nämlich die zur Deckenmitte hin wie auch die am Saumstreifen entlang. Hat man nur 1 Faden gezogen, reicht auch eine Hohlsaumreihe. Hat man mehrere Fäden gezogen, macht man besser 2 Hohlsaumreihen. Es ist nämlich so, dass sich beim Waschen später Fäden von Decke oder Saum verschieben, wenn sie nicht durch einen Hohlsaum gehalten sind. Ein einzelner gezogener Faden mit nur 1 Stichreihe gehalten "verwäscht" sich mit der Zeit, dass die Lochreihe weniger deutlich ist als noch am Anfang.

Wenn die Lochreihe fertig vorbereitet ist, geht es daran den Saum zu richten. Durch Bügeln kann man die Einschlag und Umschlag deutlich machen. Nun wird auch die Saumecke gelegt.

1.

Mit eingeschlagenem Einschlag klappt man nun die Stoffecke auf das Winkelloch.

3.


Nun klappt man auch den Umschlag um. Wenn alles sauber vorbereitet wurde, bildet sich nun eine schöne sogenannte "Briefecke", die bekannte schräge Ecke.

Mit 2 Stecknadeln werden die beiden Seiten an der Ecke fixiert und auch durch Bügeln schön glatt gemacht.

 


Für die Saumecke bügelt man zuerst den Einschlag um. Den Einschlag kann mach gerne mit Stecknadeln sichern.

Tipp: Je exakter man nun arbeitet, desto leichter legt sich hinterher der Saum in die richtige Form ohne sich zu Verziehen und ungewollte Spannungen auf zu bauen

2.

Nun kann man dieses umgeschlagene dicke Stoffdreieck abschneiden. Eine Nahtzugabe von ca. 8 mm lässt man stehen, ansonsten schneidet man das Dreieck ab

4.

Zuerst zeige ich nun, wie man nun den Saum mit der zweiten Reihe Hohlsaumstiche direkt befestigen kann.

Dazu dreht man die Arbeit so, dass man den Saum vor sich hat und beginnt die zweite Reihe Hohlsaumstiche zu sticken.
Zum Versäubern des Fadenanfangs fährt man den Fadenenfang ein Stück innerhalb des Saumes zu der Stelle, wo man mit dem Sticken beginnen will und macht an der Saumkante einen kleinen Rückstich zum Befestigen.


Nun beginnt das Sticken. Man umfasst wie gehabt die bereits gebündelten Fäden. Nun sticht man wieder 2 oder 3 Fäden tiefer im Gewebe von hinten durch den Deckenstoff und gleichzeitig auch durch den Saum 2 bis 3 Fäden tiefer nach vorn raus. Danach umfasst man wieder das nächste Fadenbündel und danach durch Decke und Saum nach vorn. Dadurch dass Decke und Saum beim Durchstechen gefasst werden, ist der Saum fixiert.

Die andere Möglichkeit ist, dass man beide Reihen Hohlsaum nur auf dem Deckenstoff macht und dann erst den Saum "blind" (möglichst unsichtbar) annäht.

Ob man den Saum mit Hohlsaumstichen befestigt oder möglichst unsichtbar an die doppelte Hohlsaumreihe annäht, von vorne sieht es gleich aus.

Während man den Saum rund um die Decke annäht, werden auch die Ecken geschlossen. Das geht so wie man auf dem Bild hier links sieht.